Gottesdienstordnung
(WO Nr.08/2016) WO Nr. 09 / 1. Nov. - 27. Nov 2016
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der Pfarre St. Martin
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P a t z m a n n s d o r f
Pfarre, Pfarrer: pfarrepatzmannsdorf[at]aon.at
Pfarrer: franz.haslinger[at]univie.ac.at
Heute ist der
 



Di. 1. November – Allerheiligen
9.00 EUCH (Orgel: Sandra Böck)
…  Gatten u. Vater Josef Zant u. Bruder Johann
… Fam. Gehring - Bachmeier u. Fam. Weiß
… Gatten Lambert Gehring u. bds. Eltern
… Gatten u. Sohn, bds. Eltern H 39
14.00 Friedhofsgang (Einladung an Chor, MV, ÖKB)

Mi. 2. November – Allerseelen
9.00 Totenandacht in der Kirche 

So. 6. November – 32. So. iJK
9.30 EUCH (Orgel: Eva Brandstetter)
Familienmesse - KIKI (Treffpunkt Kinder: Kreuzkapelle)
… Gatten Peter Sulz
… Gatten Johann Stohl
… Vater Josef Strohschneider, Elt. u. Schwiegereltern
… Tante Gusti u. Onkel Emil u. Schwester Resi
Spende Fam. Stohl

Fr. 11. November - Martin von Tours - Fest unseres Kirchenpatrons (siehe Rückseite dieser WO)

Im Jahr 2016 wird überall in der Christenheit das 1700-Jahr-Gedenken der Geburt des Hl. Martin begangen.

Im Jahr 316 wurde er im ungarischen Szombathely, dem ehemaligen römischen Savaria, geboren. Der Hl. Martin war Bischof von Tours, doch seine geistliche und apostolische Ausstrahlung erstreckt sich weit über die Grenzen der Provinz Touraine und Frankreichs hinaus. Seine Vergangenheit als römischer Soldat, insbesondere seine Reisen in die damalige römische Provinz Germanien, sein Einfluss, den er am Hof des Imperators in Trier ausübte, sein Elan, mit dem er die monastische Bewegung inspirierte, all das machte den Hl. Martin über die Jahrhunderte hinweg zu einem Vorbild des Glaubens im ganzen Abendland. Durch das Beispiel der Mantelteilung mit dem Bettler vor den Toren von Amiens bleibt der Hl. Martin unvergessen in der christlichen Tradition.





So. 13. November – PATROZINIUM – 33. So. iJK
9.30 EUCH (Kirchenchor, Carmen Ofner: Missa luba)
… Vater Karl Zeinler u. Verwandte
… Gatten u. Vater Johann Wild, bds. Elt. u. Bruder
… Klara u. Franz Bednar u. alle armen Seelen
… Eltern Kögerler, Schwester und Schwager
Spende Fam. Strieg

Mi. 16. Nov. 17.30 Messe in Patzenthal
…
Eltern Maria u. Franz Schaden u. Fam. Bischof

Mittwoch 16. November 19.00 Bibliothek Lesung von Thomas Hofmann zum Thema: Querschnitte Weinviertel

Sa. 19. Nov. 17.00 Anbetung in der Kirche
 
So. 20. Nov. – CHRISTKÖNIG – Ende d. Kirchenjahres
9.30 EUCH (Orgel: Sandra Böck)
… Gatten Karl Denner
… Eltern Eigner - Öfferl u. … Verwandte
… Gatten Josef u. Schwiegereltern Bischinger
… Neubauer - Bsteh
… Maria Hobinger, Hilda Pointner u. Fam. Schebesta
Spende Fam. Bsteh

Sa. 26. Nov. 16.00 KIKI Adventkranzweihe
(Orgel: Eva Brandstetter

So. 27. November – 1. ADVENT
9.30 EUCH (Gemeindegesang, Orgel: Martina Lehner)
… Mutter Christine Sobek
… Gattin Helene Lehner u. bds. Eltern
… Gatten Josef Führing u. Eltern Christof
… Gatten Leopold Böck u. bds. Eltern u. Geschw. H 15
Spende Fam. Führing

ADVENTMARKT
Am 3. und 4. Dezember ab 14.00 Uhr in der TRIFT Weihnachtsbäckereien – Krippenspiel - Gruppe vom MV spielt Adventlieder - Nikolaus – usw.

Schöne Herbsttage wünschen
PGR - Leitungsteam - Pfarrer
 
 
 
  MARTIN von Tours: KRIEGER – BISCHOF – HEILIGER

Wer ist – wer war unser Kirchenpatron – wer wurde aus ihm in der Kirchengeschichte gemacht?


Wer in die Biografie (Vita) Martins hineinliest und nicht die Legendensammlung vor sich liegen hat, die von schnatternden Gänsen, Laternenprozessionen, Martinbrezeln und Martiniwein berichtet, sondern die Biografie eines gewissen Herrn Sulpicius Severus aufschlägt, ein Zeitgenosse Martins aus dem Jahre 394 n. Ch., der entdeckt einen ganz anderen Martin als den der Erbauungsliteratur des 19. Jhdts.

Sulpicius besuchte Martin wenige Jahre vor dessen Tod (+397) im Kloster von Marmoutier (Frankreich) und war beeindruckt von Martins Theologie, Askese und Lebensführung: Bescheidenheit – Freundlichkeit und Güte.

Martin wurde 317 als Sohn eines römischen Militärtribuns im römischen Sabaria, heute Steinamanger in Ungarn geboren. Seine Jugendzeit fällt in die Zeit der letzten Christenverfolgungen durch Kaiser Diokletian und in die Anerkennung des Christentums durch Kaiser Konstantin d. G. (313 Mailänder Vereinbarung der röm. Kaiser Konstantin im Westen und Lucinius im Osten, Christen und allen anderen Menschen die Vollmacht der freien Religionsausübung).

Mit 15 Jahren beginnt Martin die Militärlaufbahn. Da die zunehmenden Kriege mit den Germanen die Römer herausfordern, wird Martin nach Gallien (Frankreich) beordert. Im Jahre 355 wird von seinem Bekehrungserlebnis am Stadttor von Amiens berichtet. Martin wendet sich nach der Mantelteilung mit einem frierenden Bettler („was ihr dem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“, Mt 25,40) an den berühmten und gelehrten Hilarius von Poitiers und wird dessen Schüler. Im Jahre 356 wird er von ihm getauft und Martin verlässt den Militärdienst. Getauften Christen ist aus dem Taufverständnis heraus ein weiterer Soldatendienst untersagt. Er zieht sich als Asket und Eremit für 10 Jahre in die Einsamkeit zurück. Um 371 wird er vom Volk (!!!) gegen seinen Willen zum Bischof von Tours gewählt.
  Die Nachbarbischöfe lehnten ihn wegen seines unansehnlichen Aussehens ab: schmutzige Kleider, ungepflegtes Haar und nicht achtenswert. Als Bischof bewohnt er ein kleines Haus 4 km von seiner Kirche entfernt. Dort gründet er ein Kloster. Heute steht dort die Abtei Marmoutier. Seine Bischofsvisitationen gleichen den Missionsreisen des Hl. Paulus. Er gründet Gemeinden und setzt für sie Gemeindeleiter ein und wohnt längere Zeit bei ihnen. So lernt er seinen Seelsorgebereich, ganz nahe den Menschen, kennen.

Im 4./5. Jhdt. treten unterschiedliche Vorstellungen über die Personenwürde Jesu, die sog. Christologie auf. Ist er Gott oder Mensch, Mensch und Gott? Der geistige Kopf dieser Auseinandersetzung war Arius, ein Presbyter aus Alexandria. Er vertritt die Lehre: Christus ist ein Geschöpf des Vaters und somit nicht wesensgleich mit dem Vater. Das ist der Kern der strittigen Fragen. Der römische Kaiser residiert in Trier und schlägt sich in dieser strittigen Frage gegen Arius und somit auf die Seite der Mehrheit der Bischöfe. Priscillian, der Bischof von Avila ist Anhänger des Arius und steht fast alleine da. Da tritt Martin in Trier vor den Kaiser und verteidigt Priscillian und will das Gespräch und nicht die Verurteilung. Kaiser Maximus versprach ihm, kein Todesurteil vollstrecken zu lassen. Während Martin nach Tours heimreist, wird Priscillian hingerichtet. Der erste Christ, der durch Christen hingerichtet wird. Von da an nimmt Martin an keiner weiteren Synode mehr teil.

Martin war bei seinen Zeitgenossen nicht unumstritten. Gründe dafür waren: Die militärische Vergangenheit – strenge Nachfolge Christi - die Askese, die die Regeln der weltlichen Ordnung sprengt.

(Fortsetzung in der Jänner WO)
   
   
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